Robert Menasse: Don Juan de la Mancha
„Die Schönheit und Weisheit des Zölibats verstand ich zum ersten Mal, als Christa Chili-Schoten zwischen den Händen zerrieb, mich danach masturbierte und schließlich wünschte, dass ich sie – um es mit ihren Worten zu sagen – in den Arsch ficke.“
Da fragt man sich doch, was ein Autor mit so einem Romananfang anstellen will? Auf 273 Seiten gibt Robert Menasse die denkbar beste Antwort und erzählt von dem Verführer Nathan, der trotz unzähliger Wechsel des weiblichen Pendants einzig auf der Suche nach Liebe ist. Nathan ist ein Protagonist zum Liebhaben, man kann mit ihm und auch mal über ihn lachen, seine Gedanken und Gelüste teilen und sich von seinem tragikkomischen Lebensweg mitreißen lassen. Ein lohnenswertes Abenteuer.