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Nächste Lesung (Am Montag, den 21. Mai 2012 um 20.30 Uhr)

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Philip Ardagh: Schlimmes Ende

Das “schlimme Ende” ist glücklicherweise erst der Anfang einer Reihe von Abenteuern des Jungen Eddie Dickens, der selbst eigentlich gar nicht so abenteuerlustig ist, von seinem mehr als skurilen Umfeld jedoch ständig in hanebüchene Situationen gebracht wird: So muss Eddie eines Tages das Haus seiner Eltern verlassen, da diese an einer sehr seltenen und hochansteckenden Krankheit leiden, bei der sie nicht nur gelb und an den Rändern etwas wellig werden, sondern noch dazu nach alten Wärmflaschen riechen. Einzig zu heilen sind sie durch das regelmäßige Lutschen von Eiswürfeln in Form eines berühmten Generals. Nicht nur im Haus der Eltern geht es wunderlich zu. Auch die zu Hilfe eilenden Verwandten, die sich fürsorglich um Eddie kümmern sollen, scheinen leicht einen an der Waffel zu haben. Dass die wahnsinnige Tante Maud ständig mit ihrem ausgestopften Wiesel Sally spricht, das eigentlich Malcolm heißt, ist nur der Anfang einer höchst wundersamen Reise zum Haus besagter Tante UND des nicht minder wahnsinnigen Onkel Jack.

Was Philip Ardagh hier zu Papier gebracht hat, mag man guten Gewissens als Sternstunde für die Kinderliteratur bezeichnen und nicht nur für diese, denn für Erwachsene ist die Lektüre dieses Buches (und aller darauf folgenden) nicht minder vergnüglich. Dank der grandiosen Übersetzung von Harry Rowohlt ist zudem dafür gesorgt, dass von der genialen Erwählweise und dem britisch-bösen Humor nichts verloren geht, besser hätte man es nicht machen können.

“Schlimmes Ende” ist ein Buch für alle. Und gerade zur muckeligen Weihnachtszeit kann es kaum etwas Schöneres als bei Tee oder Kaffee ein paar Stunden mit Eddie Dickens und seiner bekloppten Verwandtschaft zu verbringen. Und wer herausfinden möchte, warum Bücher toll sind und was das Lesen mit jemandem anstellen kann, der zögere nicht, sondern beginne sogleich das erste Kapitel, denn hier werden alle Fragen beantwortet.

Noch ein Tipp: Man möge beim Lesen dieses Buches etwas zur Hand haben, womit sich die Freudentränen trocknen lassen.

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